Problematischer Medienkonsum im Kindes- und Jugendalter und Lösungsansätze
| Veranstalter | Bad Nauheimer Gespräche e.V. |
| Beginn: |
Dienstag, 5. Mai 2026 um 19:00 Uhr
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| Dauer: | 2 Stunden |
| Ort: | Landesärztekammer Hessen, Hanauer Landstrasse 152, 60314 Frankfurt |
| Gebühr: | 0.00 € |
| Referent: |
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PD Dr. med. Kerstin Paschke
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Sehr geehrte Damen und Herren,
digitale Medien haben die Kinderzimmer erobert. Im Jahr 2023 hatten 20% der Kleinkinder und 28% der 4-5-Jährigen in Deutschland ein eigenes Tablet und jedes zehnte Kind im Alter von zwei bis fünf Jahren verfügte über ein eigenes Handy oder Smartphone (miniKIM, 2023). Mehr als 90% der Kinder und Jugendlichen nutzen regelmäßig soziale Online-Netzwerke, -Videos und –Spiele (DAK, 2024), und sind fast vier Stunden täglich online (JIM-Studie, 2025).
Warnungen über die Folgen exzessiven Medien-konsums ab dem frühen Kindesalter sind nicht neu. In seinem Buch „Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“ wies Manfred Spitzer, Arzt, Psychiater, Gehirnforscher bereits 2012 auf Risiken intensiver Nutzung digitaler Medien für die Entwicklung der Kinder hin: Aufmerksamkeitsstörungen, Realitätsverlust, Stress, Depression und zunehmende Gewaltbereitschaft.
Wie sieht es heute aus? Die problematische Nutzung sozialer Medien nimmt zu, bis zu einem Viertel der jungen Nutzer entwickelt einen „riskanten Ge-brauch“, 6% erfüllen alle Kriterien einer Verhaltens-sucht mit deutlichen Einschränkungen im Alltag.
Wie können und sollten wir als Einzelne, als Familien und als Gesellschaft reagieren? Neben Therapie-angeboten (s. Spalte rechts) wird mehr Prävention gefordert. In Deutschland wurde jüngst eine Petition „Mindestalter für Social Media“ eingebracht, in Australien wurden soziale Medien für Jugendlichen unter 16 Jahren untersagt, in der EU wird darüber diskutiert.
Frau PD Dr. Paschke wird einen Überblick über die derzeitige Situation und die Therapie – und Präven-tionsmöglichkeiten geben und mit Ihnen diskutieren.
