Das immunologische Gedächtnis - Wie Infektionen und Impfen unser Immunsystem prägen

Veranstalter Bad Nauheimer Gespräche e.V.
Beginn:
Donnerstag, 26. September 2024 um 19:00 Uhr
Ort: Landesärztekammer Hessen, Hanauer Landstraße 152, 60314 Frankfurt
Referent:

© Jacqueline Hirscher
Prof. Dr. Andreas Radbruch
Deutsches RheumaForschungsZentrum, Berlin, Ein Leibniz Institut

Sehr geehrte Damen und Herren,


ohne unser Immunsystem wäre unser Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Die Zellen des Immunsystems haben die Fähigkeit, Krankheitserreger oder Tumorzellen spezifisch zu erkennen, sie effektiv zu bekämpfen und diese Immunität lebenslang aufrechtzuerhalten.


Was passiert bei einer Infektion mit einem Krankheitserreger ? Wie erkennt das Immunsystem ihn und wie unterscheidet es ihn von harmlosen Mikroorganismen? Wie passt es seine Reaktion an den Erreger und seine Varianten an ? Warum führen manche Infektionen zu einer lebenslangen Immunität und andere nicht? Wie funktioniert das „immunologische Gedächtnis“?


Unser Immunsystem wird nicht nur durch Infektionen geprägt, eine Prägung ist auch durch Impfungen möglich. Nach der erfolgreichen Einführung der Impfung gegen Pocken wurden weitere Impfstoffe entwickelt, die mit abgeschwächten Viren oder Teilen davon arbeiten, bis hin zu den m RNA Impfstoffen. Wie sind diese verschiedenen Impfstoffe aus immunologischer Sicht zu bewerten ihre Wirkung und Nebenwirkungen . Wann und wie oft sind Booster Impfungen angezeigt?


Nach dem großen Interesse an unserer Veranstaltung zu „Impfempfehlung oder Impfpflicht?“ im Jahr 2022 widmen wir dem Thema Impfen erneut einen Abend, diesmal aus Sicht der Immunologie.


Wir sind dankbar, dass wir Andreas Radbruch, einen der profundesten Kenner und Forscher des Immunsystems, zu einem Vortrag gewinnen konnten und versprechen Ihnen einen spannen den Abend mit einem kompakten Überblick und neuesten Forschungsergebnisse.


Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihr Kommen!


Moderation: Prof. Dr. med. Ursel Heudorf, Bad Nauheimer Gespräche e.V.

Andreas Radbruch

Nach Studium der Biologie an den Universitäten Bonn und Köln befasste er sich zunächst mit dem durch ein komplexes Zusammenspiel von B und T Lymphozyten entstehenden Immungedächtnis und entdeckte mit seiner Arbeitsgruppe die Gedächtnis Plasmazellen, deren Antikörper ein Leben lang vor Infektionskrankheiten schützen, aber auch chronische Autoimmunerkrankungen verursachen können


Die Erforschung und das Verständnis des Immunologischen Gedächtnisses steht bis heute im Zentrum seiner Forschung, mit mehr als 200 Originalpublikationen und 90 Übersichtsartikeln.


Von 1996 bis 2023 war Andreas Radbruch wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Rheumaforschungszentrums “ DRFZ in Berlin, er war von 1998 bis 2021 auch Professor für Experimentelle Rheumatologie an der Charité, Berlin.


Andreas Radbruch ist Mitglied der Leopoldina, der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Europäischen Molekular biologie Organisation EMBO, und Past Präsident der European Federation of Immunological Societies (EFIS).


Neben seiner Forschungstätigkeit ist es ihm ein Anliegen, seine wissenschaftlichen Kenntnisse auch mit der breiteren Öffentlichkeit zu teilen; so unterrichtet er als Mitglied der Berlin Branden burgischen Akademie der Wissenschaften regelmäßig an Schulen.


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